Umgang mit Patienten

Der moderne Arzt als Lebensbegleiter und Gesundheitsmanager

Die über 50 jährigen haben andere Bedürfnisse und Wertevorstellungen als jüngere Menschen. Sie werden zunehmend bewusster Ihre Marktmacht als Selbstzahler im Gesundheitswesen einzusetzen wissen, um Anbieter von Gesundheitsleistungen abzuwählen oder bei entsprechender Überzeugung gezielt auszuwählen.

Hier besteht ein riesiges Potential (für Gesundheit geben diese Patienten im Jahr rund 6 Milliarden Euro aus).

Viele Menschen über 50  möchten das Erste-Klasse-Gefühl gesichert wissen und geben dafür auch gerne Geld aus.

Für Ärztinnen und Ärzte gilt es, sich auf den dramatischen demografischen Wandel konsequent einzustellen. Nach neuesten Studien bieten sich demnach insbesondere Wachstumschancen mit Selbstzahlerleistungen – vorausgesetzt, diese Patienten  werden als Mensch glaubwürdig behandelt, mit Charm und fachlich überzeugend gepflegt. Hier sind nicht nur der Arzt sondern alle Mitarbeiter im direkten Kontakt gefordert.

Patientenorientierung ist zu wenig, als sensibler Mensch möchte ich von Ärzten mit meinen Sorgen und Nöten, mit meiner Krankheit im Kontext zu meiner aktuellen Lebenssituation verstanden und ganzheitlich angenommen, optimal betreut werden. Ich möchte einen Nutzen spüren und nicht nur durch die Diagnosenbrille behandelt werden.

Damit eine dauerhafte Patientengewinnung Erfolg hat haben wir Ihnen hier einige Tipps zur Beziehungspflege zusammen gestellt.

 

persönliche Wertschätzung ist der Königsweg in den interaktiven Beziehungen

Die Patienten sind wie wertvolle Schätze zu pflegen, etwa mit einem regelmäßigen Arztbrief oder Glückwünsche zu einem persönlichen Fest

Es gilt, mit Charm und persönlicher Ansprache zu begeistern – mit Fingerspitzengefühl, mit authentischer Natürlichkeit, Feingespür, aber auch über freundliche Arzthelferinnen

Ärzte sind Problemlöser, Lebensbegleiter und Vertrauenspersonen, die auf alle Wünsche des Patienten im Detail eingehen, ihn verstehen.

Die Zielgruppe ist in der Regel interessiert an ausgewählten schriftlichen Nutzenempfehlungen mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gewissen Krankheitsbildern, sowohl aus der klassischen Medizin als auch aus der Alternativmedizin.

Ganzheitlich orientierte Präventions- und Lebensbegleitung, etwas in Form von Themenabenden in Kooperation mit Ernährungsexperten, Augenoptikern, Fitnessanbietern oder Apothekern

Zwischen den Zeilen lesen und Symptome/Ursachen verstehen und antizipieren

Fragen und hinterfragen – statt sagen, verschreiben und anordnen

Begeisterndes und im Detail ausgefeiltes Konzept zum Aufbau der Patientenbeziehung entwickeln und umsetzen.

Der erste Kontakt in der Praxis ist entscheidend- und der letzte bleibt hängen. Diese Kontakte prägen das Image unabhängig von der ärztlichen Fachkompetenz.

Familiensprechstunde oder Partnersprechstunde anbieten – genetische Veranlagung und familiäre Biografien und Krankheitsverläufe psychosomatisch verstehen lernen.

Bewusst anders sein als andere Arztpraxen im Umkreis – in der Kommunikation nach innen und außen, in der Patientenbegleitung, in der Art und Weise, wie man an Fachärzte überweist und die einzelnen Disziplinen im Sinn des Patienten nutzenorientiert zusammenführt.

Wichtig auch ist der Internetauftritt mit einer eigenen Praxishomepage auf der über die Praxis informiert wird und die auch als Patienteninformation für verschiedene Krankheiten genutzt werden sollte. Ev. auch als Wiederholungsrezept nutzbar oder als Terminanfrage was dem Patienten dadurch leichter fallen kann.

 

Diese Ansätze gilt es, weiterzuentwickeln, um sich auf dem Gesundheitsmarkt zu differenzieren und gleichzeitig die Patientenbeziehung nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich zu investieren.